Recht im Alltag

Die Sendung »Recht im Alltag« versucht, alltägliche und weniger alltägliche juristische Probleme verständlich und nachvollziehbar aufzuarbeiten und radiogerecht zu präsentieren. Ziel sind Hilfen sowohl für den Alltag als auch für Ausnahmesituationen.

In einer so komplexen Gesellschaft wie der unseren ist das Recht ein ständiger Begleiter, beispielsweise beim Unterschreiben eines Mietvertrages, bei Heirat oder in den täglichen Nachrichtensendungen. Begriffe wie die »private Insolvenz« oder der »Ehevertrag« geistern durch die Medienlandschaft. Was damit gemeint ist und worauf im Einzelfall zu achten ist, will diese Sendung erklären.
Einzelne Themenschwerpunkte wurden jeweils mit kompetenten Studiogästen erörtert.

Um die lokale Darmstädter Musikszene zu fördern werden zu den Sendungen einzelne Gruppen und vorgestellte Titel genannt.

Gestaltet und moderiert wird die Sendung vom Darmstädter Rechtsanwalt für Familienrecht Manfred Hanesch.

 

Übersicht über die ausgestrahlten Sendungen

  • 29. Januar 2002 – »Die neue Insolvenzordnung«
    Gast: Rechtsanwalt Thomas Allgaier
    Elisabethenstraße 56
    64283 Darmstadt
    Telefon: (06151) 29 68 00

    »In sieben Jahren schuldenfrei« so lautete im Jahre 1999 das Motto, unter dem ein neues Insolvenzrecht (InsO) verabschiedet wurde. Hiernach sollen auch Privatleute im Falle einer Überschuldung Insolvenz anmelden können und so nach einer sogenannten »Wohlverhaltensphase« schuldenfrei werden.
    In der Praxis zeigte sich jedoch sehr schnell, dass die Voraussetzungen, die an eine solche »private Insolvenz« gestellt wurden, zu hoch waren und die Regelung so häufig nicht praktikabel war.
    Im Jahre 2001 wurde daher das Gesetz modifiziert und praxisgerechter gestaltet. Wichtigste Neuerung war die Anhebung der Pfändungsfreigrenze.

    Weitere Hinweise und Buchtipps finden sich in einer Sendung des WDR vom August 2001.
    Außerdem gibt es interessante Informationen bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e.V.
    Wilhelminenstraße 11
    34117 Kassel
    Telefon: (0561) 77 10 93
    www.bag-schuldnerberatung.de

    Als Musiktitel wurde unter anderem gespielt: Reinhart Bopp mit der Gruppe Karthago – Going Down.

     

  • 8. März 2002 – »Die Änderungen des Mietrechts«
    Gast: Rechtsanwältin Anja Schnetz
    Mieterverein Darmstadt
    Nieder-Ramstädter Straße 9
    64285 Darmstadt
    Telefon: (06151) 4 80 32 oder 4 80 33

    Viele Fälle der anwaltlichen Praxis beschäftigen sich mit dem Mietrecht. Die lauten Nachbarn, Mängel beim Ausziehen oder die Tücken eines Mietvertrages bieten genügend Gelegenheiten für Streit.
    Wo liegen die Fallen? Welche Rechte und Pflichten hat der oder die Einzelne? Das ist das Thema dieser Sendung.
    Besonders eingegangen wird auf die neuesten Änderungen im Mietrecht und deren Folgen, die heute fast jede und jeden treffen können.

    Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Darmstädter Mietervereins unter www.mieterverein-darmstadt.de

    Musiktitel: unter anderem Sfumato mit dem Titel: Spleen.

     

  • 9. April 2002 – »Der Arbeitskampf in der Metallindustrie«
    Gast: Irmgard Seefried
    IG Metall

    Alle Jahre wieder kommt es zum Streik. Das Gerangel um Gehälter und Arbeitszeiten endet oftmals in der direkten Konfrontation. Die Frage, wann und in welchem Umfang gestreikt werden darf, ist den meisten unklar, obwohl es viele betrifft.
    Diese Sendung bringt Licht ins Dunkel der Tarifverträge und ihrer Entstehung.

    Allgemeine Hinweise zum Thema »Arbeitskampf« gibt es als PDF zum Herunterladen bei der Universität Regensburg.
    Begriffserläuterungen gibt der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e.V.
    Und die Internetseite der IG Metall ist in diesem Zusammenhang natürlich auch immer interessant zu besuchen: www.ig-metall.de

     

Ausschnitt aus dem Titelbild

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Sendeschema

Redaktionsstatut

 

Archiv

Recht im Alltag 

 

Impressum

  • 24. Mai 2002 – »Hugo und die Erwerbsobliegenheiten«

    Hugo ist Familienvater. Plötzlich sieht er sich konfrontiert mit Scheidung und Arbeitsplatzverlust.
    Wir nehmen Hugo als Beispiel um zu erklären, was sich hinter dem Begriff der »Erwerbsobliegenheit« verbirgt, nämlich die Verpflichtung, sich um eine adäquate Erwerbstätigkeit zu bemühen, bevor gegenüber dem Sozialamt oder ähnlichen Institutionen Ansprüche auf Arbeitslosenhilfe oder Sozialhilfe formuliert werden.
    Gleichzeitig soll er seiner Ehefrau, die dieses Elend nicht ertragen konnte, den Unterhalt sicherstellen. Der Weg führt zur Erwerbsobliegenheit und weiter bis hin zur Gründung eines Kiosks auf Mallorca.

    Weitere Informationen gibt es bei www.sozialhilfe-online.de/Leitfaden/heranziehung.htm

    Musik: Koka Koala – Die Ballade vom glücklichen Menschen und Zu wenig zum Leben.

     

  • 26. Juli 2002 – »Probleme der Verfahrensbeschleunigung im Strafrecht«
    Gast: Rechtsanwältin Dr. Bürgle
    Hans Thoma Straße 10
    60596 Frankfurt a.M.
    Telefon: (069) 6 09 18 10

    »Warum dauert es so lange, bis ich endlich verurteilt werde?« – Diese auf den ersten Blick ungewöhnliche Frage hat einen ernsten Hintergrund. Die Überlastung der Gerichte und ein durch viele Formalien geprägtes Verfahrenmachen die Zeiten häufig überlang, bis es zu einer Verhandlung kommt. Zwischen Straftat und Verurteilung liegen Monate, wenn nicht Jahre.
    Nicht nur für die Opfer, die eine schnelle, »auf dem Fuße folgende Bestrafung« fordern, sondern auch für die Täter ist diese Zeit oftmals unerträglich.
    Auf der anderen Seite sind die Rechte des (vermutlichen) Täters zu beachten und nicht selten spielen die Anwälte auf Zeit, um das Verfahren zu verschleppen.

    Die Praxis entwickelt ihre eigenen Regeln um diesem Problem Herr zu werden. Absprachen über das Strafmaß sind an der Tagesordnung. Teilweise werden diese für die Öfentlichkeit nicht erkennbar in Hinterzimmern besprochen.
    Im Spannungskreis dieser Problematik bewegt sich die Sendung mit der Frage, welche »Probleme der Verfahrensbeschleunigung im Strafrecht« bestehen.

     

  • 23. August 2002 – »Reformbestrebungen im Familienrecht von Seiten des ISUV«
    Gast: Josef Linsler
    Verantwortlicher des ISUV Reports

    Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV/VDU e.V.) ist eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation. Er steht allen Hilfesuchenden im Bereich Familien- und Unterhaltsrecht zur Seite.
    Der ISUV/VDU e.V. informiert über familienpolitische und -rechtliche Fragestellungen und er möchte das Verständnis bei den Betroffenen fördern für die Auswirkungen dieser Fragestellungen, die sich in der jeweiligen konkreten Scheidungssituation für den Betroffenen ergeben.
    Der Verband strebt eine allgemeine Verbesserung der Rechtslage im Bereich des Familien- und Unterhaltsrechts an.

    Zusammenfassen lassen sich die Forderungen des ISUV/VDU e.V. dahingehend, dass das Recht aller Kinder auf physisch und psychisch gewaltfreie Erziehung zu schützen ist. Ebenso ihr Recht auf gemeinsame Verantwortung der Eltern ohne Beziehungsverluste.
    Im Weiteren muss jeder und jede in der Lage sein – und darf durch Gesetze nicht daran gehindert werden –, nach einer gescheiterten Beziehung sein oder ihr Leben mit einer erneuten Bindung wieder lebenswert zu gestalten.
    Jeder Ehepartner, jede Ehepartnerin, soll nach der Scheidung in der Lage sein, auch finanziell sein oder ihr Leben wieder erträglich gestalten zu können, ohne in die Armut abzurutschen. Auch soll jeder und jede Steuerpflichtige nur das ihm oder ihr tatsächlich zur Verfügung stehende Einkommen versteuern müssen. Das Existenzminimum muss nach dem Grundsatz der verfassungsmäßigen Gleichbehandlung für alle gleich sein. Es muss klar sein, dass es unterhalb des Existenzminimums keine Leistungsfähigkeit gibt.

    Diese so klar und einleuchtend klingenden Ziele, die zu fördern Aufgabe des ISUV/VDU e.V. ist, wurden in der Sendung näher erläutert.

    Der ISUV/VDU e.V. ist im Internet zu finden unter www.isuv.de und www.isuv-frankfurt.de

     

  • 25. Oktober 2002 – »Die Wärmeschutzverordnung – Konsequenzen für private Hausbesitzer«
    Gast: Architekt Ronald Meyer

    Die Wärmeschutzverordnung ist eine der vielen neuen Regelungen, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Die Abwärmewerte von Häusern sollen drastisch reduziert werden.
    Welche Konsequenzen hat diese Regelung für den privaten Hausbesitzer, beziehungsweise die private Hausbesitzerin? Woher erfahren sie, ob Änderungen am Haus nötig sind?
    Diese Fragen wurden mit dem Architekten, Herrn Ronald Meyer, im Gespräch diskutiert.

    Weitere Infos finden Sie unter www.schornsteinfegermeister.de/scho/fragen_zur_WSCHV.html

     

  • 22. November 2002 – »Reform des Rentenrechts nach Schweizer Vorbild – ein Modell für Deutschland?«
    Gast: Herr Jürgen Borchert
    Richter am Hessischen Sozialgericht

    Das Rentenrecht in Deutschland krankt. Die Regelungen scheinen von Jahr zu Jahr komplizierter zu werden, die monatliche Rente immer weniger.
    Aussagen, dass die Rente sicher sei, haben heute nur noch historischen Wert.

    In Zeiten der Krise ist es hilfreich, den Horizont zu erweitern und über die Grenzen hinweg zu schauen, um Lösungen zu finden.
    Im Gespräch wurde das Schweizer Modell der Renten erläutert, verbunden mit der Frage, ob dieses Modell auf Deutschland übertragbar sei.

    Informationen über das Rentenmodell in der Schweiz finden sich bei www.ahv.ch

     

  • 12. Februar 2003 – »Mobbing – Wege aus der Krise«
    Gast: Darmstädter Rechtsanwalt und Mobbingexperte Wolfgang Trieb

    Musik: Against The Grain

     

  • 12. März 2002 – »Die Korrektur der Besteuerung von Erbvermögen; ein neuer Angriff auf das Vermögen? – Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts«
    Gast: Büttelborner Notar Dr. Trumpold
    Richter am Hessischen Sozialgericht

    Musik: Defact

     

Aktualisiert am 27. August 2003 – weitere Daten über ausgestrahlte Sendungen liegen leider nicht vor.

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Ausschnitt aus dem Titelbild